Bereits der Aufstieg war für die 15 Lernenden aus den Montage- und Planerberufen eine Erfahrung, die einige nahe an ihre persönlichen Grenzen brachte. Bei äusserst widrigen Wetterbedingungen mit strömenden Regen und später intensivem Schneefall überwindeten wir die 1400 Höhenmeter zur Hütte. Empfangen wurden wir dann von der Hüttenwartin, Susanne Brand, die für uns warme Decken sowie eine währschafte Rösti und Tee bereit hatte. Das Leben in der Hütte war für die meisten eine völlig neue Erfahrung. Mit fliessend Wasser und Strom muss äusserst sparsam umgegangen werden. Die einzige Verbindung ins Tal ist ein Telefon, Empfang für Mobiltelefone gibt es keinen.
Ab Dienstag wurden die Lernenden dann aber mit bestem Wetter für den strengen Aufstieg und die Entbehrungen des Hüttenlebens entschädigt. Ein Hubschrauber brachte die übrigen Mitarbeitenden, das restliche Gepäck sowie die Baumaterialien zur Hütte. Ab dem Moment übernahm Herr Walter Brog, Inhaber der Firma Esotec GmbH in Innertkirchen, die fachliche Leitung. Wir wurden mit Schaufeln und Pickel ausgerüstet und nahmen unsere Arbeit auf. Meter für Meter gruben wir in die Richtung des Gammlibachs, aus dem das Wasser für die neue Leitung gefasst wird. Nach einem Tag mit harter körperlicher Arbeit wurden wir von der Hüttenwartin mit einem 4-gängigen Menü belohnt. Während dem Nachtessen hatten wir genügend Zeit, um das Erlebte in der gemütlichen Runde zu verarbeiten.
Gegen Ende der Woche spürten wir dann alle langsam aber sicher die Strapazen und konnten gleichzeitig mit Stolz auf das Erreichte blicken: 550 Meter haben wir gegraben und die Rohrleitung zur Hälfte verlegt. Auch der Projektleiter, Walter Brog war mit dem grossen Einsatz der Lernenden sehr zufrieden. Eine grosse Belohnung folgte dann am Schluss: Jeder Teilnehmer durfte mit dem Helikopter ins Tal fliegen.




